Immunologische Diagnostik bei unerfülltem Kinderwunsch

Funktionalität und Aktivität des zellulären Immunsystems

Es sollte eine Analyse des zellulären Immunsystems (Lymphozytendifferenzierung) inkl. der regulatorischen T-Zellen und der chronischen Aktivierungsmarker durchgeführt werden.

Weiterhin sollten die „Gefahrensignale“ (das Zytokin Interleukin-10 und der lösliche Interleukin-2-Rezeptor) vor einer Schwangerschaft kontrolliert werden.

Ausschluss von Vorerkrankungen

Die Bestimmung von Gesamt-IgE zeigt an, ob möglicherweise eine allergische Vorbelastung gegeben ist, die zu einer Über-Aktivierung des Immunsystems führen kann.

Bei autoimmunen Prozessen (Erkrankungen, die sich gegen den eigenen Körper richten) liegt ohnehin schon ein reduziertes Toleranzpotential vor.  Für eine vorherige Abklärung kann die Bestimmung von ANA (Antinukleäre Autoantikörper) und Rheumafaktoren zur Erkennung eines autoimmunen Geschehens sinnvoll sein.

Ausschluss von Mangelzuständen

Vitamin D3, das sog. „Sonnenhormon“, spielt eine wichtige Rolle bei der Modulation des Immunsystems, sei es in der Immunabwehr oder auch bei autoimmunen Prozessen. Ein Vitamin D-Mangel ist in unseren Breitengraden keine Seltenheit, da zur Bildung des Vitamins im Körper UV-Licht einer bestimmten Wellenlänge erforderlich ist. Die Bestimmung des 25-OH-Vitamin-D3 im Serum kann zeigen, ob ein Mangel des für ein gesundes Immunsystem so wichtigen Vitamins vorliegt.

Für eine Einschätzung des Eisenhaushalts sollten die Werte für Ferritin, das sog. Speichereisen, der lösliche Transferrinrezeptor und der Ferritin-Index ermittelt werden.